The Best of Classical Work for
Oboe and Piano
Die
vorliegenden Aufnahmen sind Auszüge aus dem Programm, mit
dem
ich und der Pianist Sebastian Roth, gemeinsam durch Bulgarien und
Deutschland getourt sind.
Alle
Stücke haben wir im Kammermusiksaal "Bulgaria" in Sofia
eingespielt. Die Idee war es, kammermusikalische Raritäten
bedeutender Komponisten, auch durch die Werkebearbeitung, neu zu
erschliessen. Diese Erfahrung wollten wir festhalten und unbedingt
weitergeben. Bald wird man in die folgende Playlist reinhören
können.
Ein Veröffentlichungstermin der EP
steht noch nicht fest, wird aber dieses Jahr (2010) erwartet.
Kontaktieren

Bei den
Stücken handelt es sich
nicht nur um Originalkompositionen.
Beispielsweise bietet das für Streichertrio und Oboe
komponierte Oboenquartett in F-Dur von W.A. Mozart in seiner
Umarbeitung für Oboe und Klavier neue Möglichkeiten
der Interpretation. Zudem bietet es einen differentiellen Klangraum,
indem man sich als Intsrumentalist wie auch als Hörer bewegen
kann.
So ist es auch mit dem "Allegro" aus der Orgeltriosonate C-Dur von J.S.
Bach. Irreführend handelt es sich hierbei nicht um ein Werk
für drei Orgeln. Es geht um den Kontrapunkt, durch den alle
drei Stimmen (in dem Fall rechte bzw. linke Hand sowie
Füße, Manuale und Pedal) gegeneinander jedoch
gleichwertig autonom spielen. Übertragen auf die Oboe und das
Klavier, wirkt das wie der Blick in ein Kaleidoskop.
A. Pasculli, der seiner Zeit ein Paganini auf der Oboe war, recycelte
berühmte Opernthemen in virtuosen Eigenkompositionen um und
inszenierte sich erfolgreich als Oboenakrobat auf Italiens
Konzertbühnen um 1900. Wir spielen seine "Fantasia" - Eine
Adaption nach Auszügen aus der Oper "Poliuto" von G.Donizetti.
Hingegen entwickelten F. Poulenc und später E.
Bozza eine
konkrete
Klangvision für die sonst eher solistisch behandelten
Instrumente
- nämlich die eines vollwertigen Kammerensembles.
Beide suchten nach dem Zweiten Weltkrieg eine neue
Klangästhetik, jeder auf seine Weise. Poulenc mixte
schultraditionelle Stile durcheinander und schmiss die Satzreihenfolge
um. Bozza probierte es mit dem Einweben von Jazz-Scalen. Das
Ergebnis-impressionistische Kammermusik.