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The Best of Classical Work for Oboe and Piano

Die vorliegenden Aufnahmen sind Auszüge aus dem Programm, mit dem ich und der Pianist Sebastian Roth, gemeinsam durch Bulgarien und Deutschland getourt sind.

Alle Stücke haben wir im Kammermusiksaal "Bulgaria" in Sofia eingespielt. Die Idee war es, kammermusikalische Raritäten bedeutender Komponisten, auch durch die Werkebearbeitung, neu zu erschliessen. Diese Erfahrung wollten wir festhalten und unbedingt weitergeben. Bald wird man in die folgende Playlist reinhören können.


01 // W.A. Mozart, Oboenquartett F-Dur, KV 370, Rondo (Allegro) // 04:50
02 // J.S. Bach, Orgeltriosonate C-Dur Nr. 5, BWV 529, Allegro // 03:15
03 // E. Bozza, Fantasie Postorale, op. 37 // 05:46
 04 // F. Poulenc, Sonate, Scherzo // 04:02
 05 // A. Pasculli, Fantasia n.d. Oper Poliuto von G.Donizetti // 06:54


Ein Veröffentlichungstermin der EP steht noch nicht fest, wird aber dieses Jahr (2010) erwartet.

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Resümee
Bei den Stücken handelt es sich nicht nur um Originalkompositionen.

Beispielsweise bietet das für Streichertrio und Oboe komponierte Oboenquartett in F-Dur von W.A. Mozart in seiner Umarbeitung für Oboe und Klavier neue Möglichkeiten der Interpretation. Zudem bietet es einen differentiellen Klangraum, indem man sich als Intsrumentalist wie auch als Hörer bewegen kann.

So ist es auch mit dem "Allegro" aus der Orgeltriosonate C-Dur von J.S. Bach. Irreführend handelt es sich hierbei nicht um ein Werk für drei Orgeln. Es geht um den Kontrapunkt, durch den alle drei Stimmen (in dem Fall rechte bzw. linke Hand sowie Füße, Manuale und Pedal) gegeneinander jedoch gleichwertig autonom spielen. Übertragen auf die Oboe und das Klavier, wirkt das wie der Blick in ein Kaleidoskop.

A. Pasculli, der seiner Zeit ein Paganini auf der Oboe war, recycelte berühmte Opernthemen in virtuosen Eigenkompositionen um und inszenierte sich erfolgreich als Oboenakrobat auf Italiens Konzertbühnen um 1900. Wir spielen seine "Fantasia" - Eine Adaption nach Auszügen aus der Oper "Poliuto" von G.Donizetti.

Hingegen entwickelten F. Poulenc und später E. Bozza eine konkrete Klangvision für die sonst eher solistisch behandelten Instrumente - nämlich die eines vollwertigen Kammerensembles.
Beide suchten nach dem Zweiten Weltkrieg eine neue Klangästhetik, jeder auf seine Weise. Poulenc mixte schultraditionelle Stile durcheinander und schmiss die Satzreihenfolge um. Bozza probierte es mit dem Einweben von Jazz-Scalen. Das Ergebnis-impressionistische Kammermusik.



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